Geschichte des Shoshinkan Dojo Rodgau

Die Geschichte des Shoshinkan Dojo Rodgau ist eng mit zwei Namen verbunden – Bruno Kießling und Andreas Lopp. Beide trainieren schon seit einigen Jahren die japanische Kampfkunst Aikido. Durch unterschiedliche Beweggründe nach Rodgau gezogen - der eine nach Rodgau (Jügesheim) und der andere nach Rodgau (Nieder-Roden) - treffen sie Anfang 2002 im dort beheimateten Aikido Dojo Rodgau von Olaf Schubert aufeinander, wobei nach einiger gemeinsamer Trainingszeit eine enge Freundschaft entsteht.

Durch das gemeinsame Interesse an jap. Kampfkünsten und auf der Suche nach den Wurzeln des Aikido und somit auch nach einer traditionellen jap. Schwertschule kommt Bruno Kießling das erste Mal im November 2004 auf einem Lehrgang in Witten mit der sehr alten jap. Schwertschule Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu (TSKSR) in Berührung. Nach großer Begeisterung und wenig notwendiger Überzeugungskraft besucht er dann zusammen mit Andreas Lopp am 15./16. Januar 2005 den nächsten TSKSR-Lehrgang bei Ulf Rott in Berlin. Beiden wird hierbei schnell klar, dass Sie sich in dieser alten jap. Kampfschule vertiefen wollen. In der Konsequenz daraus und der Tatsache, dass es im Rhein-Main-Gebiet keine Möglichkeit gibt diese Kampfkunst von jemandem zu erlernen, folgt ein regelmäßiges Üben zu zweit im Aikido Dojo Rodgau und der Besuch von zahlreichen Lehrgängen in ganz Deutschland.

Durch diese Lehrgänge kommt es zu intensiven Kontakten zur TSKSR-Gruppe von Jörg Pechan in Witten. Durch das freundschaftliche Verhältnis wurde es möglich Jörg Pechan (damals 1. Dan, TSKSR) für einen Lehrgang nach Rodgau einzuladen. Dieser fand dann am 25. Juni 2005 statt. Ein weiterer folgte am 5. November 2005.

Nach gut einem Jahr und einigen Fortschritten in dieser Kampfschule kam durch die Lehrgänge in Rodgau inspiriert, die Idee auf auch anderen die Möglichkeit zu geben regelmäßig mit uns in Rodgau TSKSR zu trainieren und so kam der Gedanke auf, eine TSKSR-Studiengruppe zu gründen. Mit der Zustimmung von Ulf Rott (dem Vertreter des TSKSR in Deutschland) und der Nutzung der Räumlichkeiten des Aikido Dojo Rodgau geschah dies dann auch offiziell zum Jahreswechsel 2005/2006. Das Training fand damals jeden Sonntag zwischen 19:00 und 20:00 Uhr statt.

Ab April 2006 kamen dann auch die ersten regelmäßig trainierenden „Schüler“ und es bildete sich allmählich eine kleine Gruppe von Leuten u.a. aus Rodgau, Frankfurt, Bruchköbel, Groß Zimmern, Dietzenbach, Hanau, Offenbach, Aschaffenburg, Groß Auheim, Seligenstadt und Mainhausen.

Die Lehrgänge mit Jörg Pechan in Rodgau wurden zur Regelmäßigkeit. Die nächsten fanden am 8. April 2006, am 9. September 2006 und am 9. Juni 2007 statt.

Seit dem 1. Januar 2007 findet das regelmäßige Training dann immer Dienstag zwischen 20:15 und 21:45 Uhr statt und die TSKSR-Studiengruppe Rodgau wächst auf 7 Leuten an, wovon die Mehrzahl regelmäßig Lehrgänge in ganz Deutschland besucht.

Durch das anwachsen der Gruppe und den zunehmenden Trainingsfortschritt und dem Beginn des regelmäßigen Trainings mit Langwaffen wird das Dojo von Olaf Schubert zu klein und im Frühjahr 2008 wird nach neuen Trainingsräumlichkeiten gesucht. Man wird in Rodgau (Nieder-Roden) fündig und beginnt im Juli 2008 einen 150m² großen Teil einer Lagerhalle zu einem privaten Dojo auszubauen. Am 1. August 2008 findet dann das erste Training im neuen Dojo, dem Shoshinkan Dojo Rodgau mit 89m² Mattenfläche ohne störende Säulen statt. Mit einer Raumhöhe von 4,15m ist hier dann auch zum ersten Mal regelmäßiges Langwaffentraining (Bo, Naginata) möglich. Das Katori-Training findet nun 2mal die Woche statt, immer Dienstag und Freitag.

Die Lehrgänge mit Jörg Pechan können nun auch im neuen Dojo stattfinden. Dies geschah am 27./28. September 2008, am 15./16. August 2009, am 8./9. Mai 2010, am 18./19. September 2010 und am 18./19. Juni 2011.

Ab September 2008 wird im Dojo zusätzlich Aikido angeboten, jeweils vor dem Katori-Training eine Stunde lang. Geleitet wird das Training von Andreas Lopp (damals 1. Dan Aikikai, Tokyo).

Am 1. Januar 2009 wird das Dojo Mitglied der Aikido Förderation Deutschland (AFD) und erhält den offiziellen Namen Shoshinkan Dojo Rodgau, wobei „Shoshin“ aus den japanischen soviel wie Anfängergeist und „kan“ soviel wie Halle bedeutet.

Am 14. November 2009 besteht Andreas Lopp die Aikido-Prüfung zum 2. Dan (Aikikai, Tokyo).

Am 10. April 2011 und am 31. Juli 2011 bestehen Andreas Lopp und Bruno Kießling die Prüfung zum 1. Dan im Katori Shinto Ryu.

Am 6. Juni 2012 darf das Shoshinkan Dojo Rodgau ihr Können auf der Nippon Connection 2012 in Frankfurt/Main mit einer Vorführung und einem Workshop zeigen. Weiterhin erhält das Dojo die große Ehre einen Lehrgang mit Sugino Yukihiro Sensei (9. Dan) auszurichten. Der Lehrgang fand am 24./25. Juli 2012 in der Sporthalle in Rodgau (Jügesheim) statt.

Am 16. November 2013 besteht Andreas Lopp die Aikido-Prüfung zum 3. Dan (Aikikai, Tokyo) und am 17. August 2014 die Prüfung zum 2. Dan im Katori Shinto Ryu.

Andreas Lopp und Bruno Kießling